Vier Schritte zum leichteren Entscheiden

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Wer würde nicht gern locker-leicht entscheiden? Warum uns das manchmal schwer fällt – oder wir sogar überhaupt nicht entscheiden, sondern Dinge laufen lassen, zeigen folgende Gründe:

  • eine Entscheidung steht gegenüber vielen Alternativen
  • Angst vor furchtbaren möglichen Konsequenzen
  • zu wenig Vertrauen in uns selbst
  • das Bauchgefühl verlässt uns
  • Verzettelung in unserem Kopf
  • Bauch und Kopf widersprechen sich
  • gefühlt zu wenig Zeit oder zu wenige Informationen
  • Sorge, jemand anderem mit unserer Entscheidung auf den Schlips zu treten.

Jedoch ist es keine Alternative, keine Entscheidung zu treffen, denn

  • nichts belastet mehr, als sich eine Chance entgehen zu lassen
  • keine Entscheidung getroffen zu haben, bereut man mehr, als sich gegebenenfalls falsch entschieden zu haben.
  • Es geht selten um Leben und Tod!
  • Und das Wichtigste: Jeder macht Fehler!

Eine gute Idee ist es, zu überlegen, was der Worst Case wäre: was wäre das Schlimmste, was passieren könnte? Und wäre das wirklich so schlimm?

Falsche Entscheidungen können eine Chance sein:

  • Die Entscheidung haben wir getroffen auf der Basis von bestem Wissen und Gewissen – und deswegen ist sie richtig, auch wenn sie falsch war.
  • Keiner kann hellsehen – sich darüber zu ärgern, dass wir nicht wussten, dass etwas falsch sein wird, macht genauso viel Sinn, wie sich darüber zu ärgern, dass man die Lottozahlen nicht vorher wusste.
  • Trivial, aber wahr: Wir haben bei jeder falschen Entscheidung dazugelernt – und sei es „nur“, mit dem Scheitern umzugehen.

Um es Ihnen leichter zu machen, nutzen Sie gern die folgende Checkliste mit den vier Schritten zur Entscheidung:

1. Analyse der Situation

  • Wie sind die Ausgangssituation und die Rahmenbedingungen?
  • Habe ich darauf Einfluss?
  • Inwiefern sind Emotionen beteiligt? Welche?
  1. Informationssuche und -bewertung
  • Was bewerte ich? Die Information oder deren Quelle?
  • Trüben Stereotypen die Bewertung?
  • Sind mehr als nur eine Perspektive berücksichtigt?
  • Sind alle relevanten Informationen gefunden?
  • Was kann ich vernachlässigen und was nicht?
  1. Strategie
  • Muss es die optimale Lösung sein oder reicht eine gute? (Zeit und Umsetzbarkeit)
  • Herrscht Betriebsblindheit?
  • Kann ich einen Schritt zurückgehen und einen gröberen Blickwinkel einnehmen?
  • Wird ein Gesamtkonzept verfolgt oder nur ein Schritt nach dem anderen gemacht?
  • Handle ich aus Überzeugung oder aus Gewohnheit?
  • Wo liegen die größten Kompetenzen und Ressourcen für die Aufgabe?
  • Will ich Fehler nicht eingestehen, weil bereits Kosten angefallen sind?
  1. Ergebnisbewertung
  • Ist die Entscheidung gut?
  • Wer kann helfen, Fehler aufzudecken?

Richtig gut ist es, wenn die vier Schritte gemeinsam mit einer anderen Person (Kolleg:in, Sparringspartner:in, Familienmitglied, Freund:in) machen kann, die sogar eine etwas andere Persönlichkeit hat. Dann kann diskutiert und abgewogen werden – und kommt zu einem richtig guten Ergebnis. Also, auf geht´s!

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